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Projekte

 

Projektarbeiten Technikerklassen

 

Die Studierenden der zweijährigen Fachschule mit der Fachrichtung Glastechnik sind zu Beginn des zweiten Ausbildungsabschnittes verordnungsgemäß aufgefordert, eine Projektarbeit mit einem selbst gewählten, praxisorientierten Thema zu erstellen. Hierbei wird auf ein hohes Maß an Eigeninitiative und selbstgesteuertes Lernen Wert gelegt.


Die den Projektgruppen zugeteilten Lehrerteams begleiten die Arbeit lediglich moderierend und unterstützen dort, wo gegebenenfalls planerische Engpässe oder auch gedankliche Blockaden entstehen. Am Ende wird die Arbeit und deren öffentliche Präsentation mit einer Bewertung versehen, die mitentscheidend in die Abschlussprüfung eingeht.


Planerische und organisatorische Kompetenz, Qualität der Informationsbeschaffung und soziales Verhalten im Gruppenprozess, sind dabei ebenso wichtige Beurteilungsansätze wie das Arbeitsergebnis selbst.

 

Projekt: Gondelhalle


Dies sind zudem wesentliche Grundqualifikationen, die die Technikerinnen und Techniker der Glasfachschule Hadamar auf die anstehenden Aufgaben in den bedeutenden Funktionen ihrer künftigen betrieblichen Praxis vorbereiten sollen. Stellvertretend für viele bemerkenswerte Projektarbeiten der letzten Jahre seien zwei in wenigen Zügen dargestellt:


"Gestaltungs- und Konstruktionskonzepte für zwei Fassadenbereiche der Talstation einer Gondelhalle in der Schweiz" um die Studierendengruppe Arne Hetterich, Stephanie Mayrendraß, Carsten Platz, Simon Püntener, Dominik Roschmann und Peter Seitz, Abschuss 2005. Dem Projekt lag ein reales Bauvorhaben zu Grunde, weshalb spezielle Anforderungen und Einschränkungen bei der Zielformulierung zu berücksichtigen waren. Hierzu zählte insbesondere die Ermittlung und die Einhaltung der Kundenwünsche.


Als primärer Kundenwunsch sollte etwas "Verrücktes aus Glas" realisiert werden. Das bereits bestehende Vier-Jahreszeiten Farbkonzept sollte von den Seilbahngondeln übernommen und in die Gestaltung der Glasfassade integriert werden. Eine Kalkulation sah die Projektarbeit nicht vor, jedoch sollten kostengünstige und exklusive Vorschläge unterschieden werden.


Die Arbeitsgruppezeichnete sich aus durch ein sehr konzeptionelles, analytisches Vorgehen und einen sich äußerst positiv verzahnenden Gruppenprozess. Daraus resultierte eine ausgezeichnete Projektdokumentation, die eine sehr gute Grundlage für den Bauherrn sein konnte, wobei ein Anspruch auf Ausführung nicht bestand.


"Gestaltete Photovoltaik-Glasfassade an der Staatlichen Glasfachschule Hadamar" um die StudierendengruppeDavid Kaufman, Jerome Kopp, Mathias Münch, Jan Pinkowski und Valeri Scheiermann, Abschluss 2006. Ziel der Projektarbeit war die Planung und Konzeptionierung einer Photovoltaikanlage unter funktionalen und gestalterischen Gesichtspunkten für eine geeignete Fassadenpartie der Glasfachschule Hadamar.


Der äußerst heterogenen Gruppe aus eher sachlich geprägten Technikern und einem expressiven Gestalter wurde schnell die Gratwanderung im anscheinenden Widerstreit funktionaler Anforderungen und künstlerischer Wünsche offenbart.


Die Gruppe nahm jedoch die Herausforderung an und präsentierte eine Arbeit, in der die Absicht, eine funktionale Demonstrationsanlage einerseits und einen herausragenden optischen Blickpunkt andererseits für die Schule zu schaffen, ausgezeichnet zur Wirkung kam. Künftig besteht nach Absprache mit den Autoren die Absicht, einzelne Projektarbeiten in unserer Website zu präsentieren.

 

   


Planung eines Glasstudios in der Hadamarer Innenstadt

 

Angeregt von einem Wirtschaftsunternehmer und Investor Hadamars ergab sich im Jahre 2003 die Möglichkeit der Kooperation zwischen städtischer Wirtschaft und Schule. Ein altes Gebäude im zwischenzeitlichen Fußgängerbereich der Borngasse wurde renoviert mit der Absicht, dort ein Ausstellungs-, Vorführ- und Verkaufsraum für gestaltetes Glas entstehen zu lassen.


Wiederum waren es Projektarbeiten von Technikerklassen, die sich vorerst mit der Außengestaltung der Fassade und der Inneraumkonzeption (2004) und dann mit der funktionalen Einrichtungsplanung (2005) auseinandersetzten. Diese beiden Arbeiten waren in Ansätzen Grundlage für das weitere Vorgehen des Investors. Vielfältige Wechselausstellungen zum Thema Glas und Werkvorführungen von Schülern der Glasfachschule sollen für eine zusätzliche touristische Belebung der Innenstadt sorgen, wobei zusätzlich der käufliche Erwerb von schönen Glasexponaten selbstverständlich eingeräumt wird. Begabte und leistungswillige Schülerinnen und Schüler bekämen zum Beispiel die Möglichkeit, neben den schulischen Unterrichtseinheiten, in einer Art Praktikum, den Umgang mit Besuchern und Kunden zu lernen, kleinere Ausstellungskonzepte selbstgesteuert zu strukturieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren, sowie Werkstücke vor Besuchern zu entwickeln und zu fertigen.


Gleichfalls ist es vorstellbar, einzelnen Studierenden nach erfolgtem Abschluss dadurch zu einem Anfangsstart ins Berufsleben zu verhelfen. Bis dies soweit ist dauert es noch etwas, zumal mit dem Investor noch einige Umsetzungsmodalitäten geklärt werden müssen. Den Versuch ist es jedenfalls wert und das Projekt hätte ganz sicher Modellcharakter.

 


Schulpartnerschaften

 

Seit mehreren Jahrzehnten führt die Staatliche Glasfachschule Hadamar Austauschprogramme mit französischen berufsbildenden Partnerschulen durch; lange Jahre mit Tournon, dann mit Paris und schließlich seit nunmehr 20 Jahren mit dem "Lycée Professionnel Jean Monnet" in Yzeure. Die langen Jahre sprechen für den Erfolg der Programme, die bereichernde Wirkung für beide Seiten und die hohe Akzeptanz bei allen, die natürlich in diesem Zusammenhang auch die Arbeit haben.


Für unsere Schülerinnen und Schüler sind die Erfahrungen und Eindrücke im Partnerland durch nichts zu ersetzen und Äußerungen noch nach Jahren berichten von den besonderen und unwiederbringlichen Erlebnissen. Die Begegnung mit Yzeure für das kommende Jahr ist bereits terminlich vereinbart, so dass die Vorbereitungen zu Beginn des neuen Jahres aufgenommen werden können.